Anselm Kiefer, geboren 1945 in Donaueschingen, gehört zu den großen internationalen Künstlern unserer Zeit. Er studierte Jura, Romanistik, später auch Bildende Kunst. Seit den frühen 90er Jahren arbeitet er in Frankreich. Neben dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erfuhr er in Frankreich große Ehrungen, so hielt er Vorlesungen am College de France, Paris. Bekannt ist er für seine epischen, großformatigen Werke und seine ungewöhnliche Materialwahl, wie z.B. Erde, Lack, Pflanzen und Blei. Thematisch kreist sein Werk um historische Themen und deren Vermächtnis für heute. Dabei entwickelte er einen eigenen labyrinthischen Kosmos aus Geschichte, Natur, Mythologien, Religionen, mystischen Strömungen. Kunst ist seine persönliche Strategie des Überlebens. Impulse für sein Arbeiten erfährt er im Wahrnehmen von Gestern und Heute, „ich mache überhaupt nur etwas, wenn ich einen Schock erlebe. Sonst werde ich nicht aktiv.“

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© Germaine Richter